STONE COLD STEVE AUSTIN
'Stone Cold' Steve Austin (bürgerlich Steven James Williams) ist ein legendärer amerikanischer professioneller Wrestler, Schauspieler und Fernsehmoderator, der zur Hauptfigur der extrem beliebten Attitude Era der WWE wurde. Bekannt als „The Texas Rattlesnake“, machten ihn seine Rebellion gegen die Firmenführung, sein unvergleichliches Charisma und sein Markenzeichen, der Stone Cold Stunner, zu einem weltweiten Popkultur-Superstar.
Cronologia
Biografie
Steve Austin ist eine der einflussreichsten Antihelden-Figuren in der Geschichte des Professional Wrestling. Austin erlangte Ende der 1990er Jahre weltweite Berühmtheit in der World Wrestling Federation (WWF/WWE) und definierte den traditionellen Helden-Archetyp neu, indem er einen biertrinkenden Working-Class-Rebellen verkörperte, der offen die Autorität herausforderte und sich unerbittliche Duelle mit Firmenboss Vince McMahon lieferte.
Während seiner legendären Wrestling-Karriere gewann Austin sechsmal die WWF World Heavyweight Championship, zweimal die Intercontinental Championship, viermal die WWF Tag Team Championship, zweimal die WCW World Television Championship und zweimal die WCW United States Heavyweight Championship.
Er ist nach wie vor der einzige Wrestler in der Geschichte, der drei Royal-Rumble-Matches (1997, 1998, 2001) gewinnen konnte, und wurde 2009 in die WWE Hall of Fame aufgenommen. Neben dem Ring baute sich Austin eine erfolgreiche Medienkarriere als Fernsehmoderator und Actionfilm-Darsteller auf. Er moderierte Reality-Wettkampfserien wie „Steve Austin's Broken Skull Challenge“ und „Redneck Island“, führte ausführliche Interviews bei „Broken Skull Sessions“, spielte in großen Spielfilmen wie „The Condemned“ und „The Expendables“ mit und begeistert seine Fans weiterhin durch UTV-Wüsten-Offroad-Rennen und Popkultur-Auftritte.
Hintergrundgeschichte
Bevor er zum Professional Wrestling kam, arbeitete Steve Williams als Hafenarbeiter in Dallas, Texas. Nachdem er eine Anzeige für die Wrestlingschule von „Gentleman“ Chris Adams gesehen hatte, trainierte er im Dallas Sportatorium und debütierte 1989 in der World Class Championship Wrestling (WCCW) als Steve Austin – ein Name, den er annahm, um Verwechslungen mit „Dr. Death“ Steve Williams zu vermeiden, obwohl Austin den Namen anfangs nicht mochte, da er ihn mit der Hauptfigur der 70er-Jahre-Fernsehserie Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann teilte.
Danach wechselte er zur United Championship Wrestling Association (USWA), wo er nach dem Sieg in einem 18-sekündigen Match kurzzeitig als „Damn Good“ Steven Austin bezeichnet wurde. 1991 unterschrieb Austin bei der World Championship Wrestling (WCW) als „Stunning“ Steve Austin. Anfangs gemanagt von Vivacious Veronica und später von Lady Blossom, gewann er zweimal die WCW World Television Championship und schloss sich Paul E. Dangerouslys Dangerous Alliance an. Später bildete Austin zusammen mit Brian Pillman das Tag Team The Hollywood Blonds, mit dem er die WCW World Tag Team Championship gewann, und sicherte sich zweimal die WCW United States Heavyweight Championship.
Nachdem er sich jedoch 1995 auf einer Japan-Tournee eine Trizepsverletzung zugezogen hatte, entließ ihn WCW-Vizepräsident Eric Bischoff mit der Begründung, Austin sei nicht vermarktetbar. Nach seiner Entlassung brachte Paul Heyman Austin Ende 1995 zur Extreme Championship Wrestling (ECW). Obwohl er verletzt war und keine vollen Matches bestreiten konnte, nutzte Austin das ECW-Fernsehen für ungeskriptete Promos, in denen er gegen die WCW und Eric Bischoff wetterte (und Monday Nitro als „Monday NyQuil“ bezeichnete), womit er das stimmliche Fundament für sein Anti-Autoritäts-Gimmick legte. Noch im selben Jahr unterschrieb Austin bei der WWF, wo er als „The Ringmaster“ an der Seite von Manager Ted DiBiase debütierte, bevor er sich den Kopf kahl schor, DiBiase verließ und das „Stone-Cold“-Phänomen ins Leben rief.
I PEZZI DI STONE COLD STEVE AUSTIN
Kräfte & Fähigkeiten
• Stone Cold Stunner: Charakteristischer Finisher, ein Sitout-Three-Quarter-Facelock-Jawbreaker, der eine plötzliche, kampfbeendende Wirkung entfaltete. • Technische & Brawling-Meisterschaft: Zu Beginn seiner Karriere ein versierter Techniker mit aggressivem, hochintensiven Brawling-Stil und Aufgabegriffen wie dem Sharpshooter.
• Unvergleichliche Mic-Skills & Catchphrases: Berühmt für legendäre Fan-Rufe wie „Austin 3:16 says I just whipped your ass!“, „And that's the bottom line, 'cause Stone Cold said so!“, „Give me a hell yeah!“ und „What?“. • Arena-Fahrzeug-Taktiken: Berühmt dafür, schweres Gerät in Arenen zu fahren, um Vince McMahon anzugreifen, darunter Bier-Trucks, Zambonis und Zementmischer. • Außergewöhnliche Widerstandskraft: Kämpfte bekanntermaßen trotz schwerer körperlicher Verletzungen weiter, wie etwa als er bei WrestleMania 13 lieber in einer Blutlache das Bewusstsein verlor, als aufzugeben.
Auftritte
• Spiel mir das Lied vom Tod (2005) – Spielfilm-Auftritt als Officer Dunham. • Tales of the Rat Fink (2006) – Animierter Dokumentarfilm mit Austin als Stimme von Heavy Chevy. • The Condemned (2007) – Action-Thriller mit Austin in seiner ersten Kino-Hauptrolle als Jack Conrad. • Damage (2009) – Actionfilm mit Austin als John Brickner. • The Expendables (2010) – Action-Spielfilm mit Austin als Dan Paine. • The Stranger (2010) – Actionfilm mit Austin als The Stranger. • Hunt to Kill (2010) – Actionfilm mit Austin als Jim Rhodes. • Knockout (2011) – Sport-Dramafilm mit Austin als Dan Barnes. • Tactical Force (2011) – Actionfilm mit Austin als SWAT-Captain Frank Tate. • Recoil (2011) – Action-Thriller mit Austin als Ryan Varrett. • Maximum Conviction (2012) – Actionfilm mit Austin in einer Co-Hauptrolle als Manning. • The Package (2013) – Actionfilm mit Austin als Tommy Wick. • Kindsköpfe 2 (2013) – Komödie mit Austin als Tommy Cavanaugh. • Finders Keepers (2014) – Filmauftritt als Officer Garrett. • Chain of Command (2015) – Actionfilm mit Austin als Ray Peters. • Smosh: The Movie (2015) – Cameo-Auftritt als er selbst. • Smothered (2016) – Filmauftritt als er selbst. • Celebrity Deathmatch (1998–2002) – MTV-Animationsserie mit Austin als wiederkehrendem Synchronsprecher. • Nash Bridges (1999–2002) – CBS-Polizeidramaserie mit Austin in einem 6-teiligen Handlungsbogen als Detective Jake Cage. • Dilbert (2000) – Animationsserie mit Austin als Stimme des Richters in „The Verdict“. • V.I.P. (2000) – TV-Gastauftritt als er selbst. • The Bernie Mac Show (2005) – Sitcom-Gastauftritt als er selbst. • Chuck (2010) – NBC-Action-Comedy mit Austin als Hugo Panzer in zwei Episoden.
• WWE Tough Enough (2011) – Host und Trainer des Reality-Wettbewerbs. • Redneck Island (2012–2016) – Host der CMT-Reality-Wettkampfserie. • Steve Austin's Broken Skull Challenge (2014–2017) – Host und Schöpfer des Sportwettbewerbs. • Straight Up Steve Austin (2019–2021) – Talkshow-Host beim USA Network. • Steve Austin's Broken Skull Sessions (2019–2022) – Host des WWE-Interview-Podcasts. • Stone Cold Takes on America (2023–heute) – Host einer A&E-Reise-Dokuserie. • WCW SuperBrawl (1994) – SNES-Spiel mit „Stunning“ Steve Austin. • WWF War Zone (1998) – Videospiel-Veröffentlichung. • WWF Attitude (1999) – Plattformübergreifendes Wrestling-Videospiel. • WWF WrestleMania 2000 (1999) – N64-Wrestling-Titel. • WWF SmackDown! (2000) – PlayStation-Videospiel. • WWF Royal Rumble (2000) – Arcade- und Dreamcast-Titel. • WWF SmackDown! 2: Know Your Role (2000) – PlayStation-Titel. • WWF No Mercy (2000) – N64-Wrestling-Titel. • WWF Road to WrestleMania / WWF Betrayal (2001) – Game-Boy-Handheld-Spiele. • WWF SmackDown! Just Bring It (2001) – PlayStation-2-Videospiel. • WWF Raw / WWE WrestleMania X8 / WWE SmackDown! Shut Your Mouth (2002) – Plattformübergreifende Videospiele. • WWE Crush Hour / WWE WrestleMania XIX / WWE SmackDown! Here Comes the Pain (2003) – Konsolenveröffentlichungen. • WWE SmackDown vs. Raw Series (2004–2011) – Als wiederkehrender Legenden-Wrestler vertreten. • WWE Legends of WrestleMania (2009) – Videospieltitel. • WWE '13 (2012) – Cover-Star für die „Austin 3:16 Collector's Edition“. • WWE 2K16 (2015) – Cover-Star mit einer eigenen 2K-Showcase-Karrierekampagne. • WWE 2K Series (2016–2025) – Fester Bestandteil des Rosters von WWE 2K17 bis WWE 2K25. • Fortnite (2026) – Epic-Games-Crossover-Skin-Paket für Spieler mit „What?“-Stilen.
Beziehungen
• Mr. McMahon (Vince McMahon) – Erzfeind und ultimativer Corporate-Antagonist; trug eine jahrelange Fehde aus, die die Attitude Era prägte, verbündete sich kurzzeitig bei WrestleMania X-Seven und führte Austin später 2009 in die Hall of Fame ein. • Dwayne 'The Rock' Johnson – Wichtigster Rivale im Ring; Hauptgegner in drei legendären WrestleMania-Matches (XV, X-Seven, XIX). • Bret 'Hitman' Hart – Schlüsselrivale, dessen Submission-Match bei WrestleMania 13 Austin zum Superstar machte; wurde 2025 gemeinsam mit Austin in den Wing der WWE Hall of Fame aufgenommen. • Brian Pillman – Tag-Team-Partner bei The Hollywood Blonds (WCW), der in der WWF während des Einbruchs-Vorfalls 1996 zu einem erbitterten Feind wurde.
• Jim Ross (JR) – Kommentator vor der Kamera und im wahren Leben langjähriger, enger Freund, der Austins Karrieretriumphe auf legendäre Weise begleitete. • Triple H – Widersacher während der D-Generation-X-Storylines und ehemaliger Tag-Team-Partner im „Two-Man Power Trip“. • Shawn Michaels – Main-Event-Gegner, den Austin bei WrestleMania XIV besiegte, um seinen ersten WWF-Titel zu gewinnen. • Ted DiBiase – Manager, der Austin bei seinem Debüt als „The Ringmaster“ die Million Dollar Championship überreichte. • Paul Heyman – Manager in der Dangerous Alliance der WCW und ECW-Promoter, der Austin die Plattform bot, um sein sprachliches Gimmick zu verfeinern. • Owen Hart – Rivale, gegen den sich Austin bei SummerSlam 1997 eine Nackenverletzung zuzog; Austin besiegte ihn später im Kampf um die Intercontinental Championship. • Kevin Owens – Letzter Gegner in Austins Comeback-Match bei WrestleMania 38 im Jahr 2022.
Entwicklung
Steve Austins Charakter durchlief eine der drastischsten Transformationen in der Wrestling-Geschichte. Er begann 1989 als blonder, technischer Heel namens „Stunning“ Steve Austin in der WCW und stützte sich dabei auf präzise Ringmechanik und traditionelle, arrogante Heel-Eigenschaften. Nachdem ihn die WCW während einer Verletzung 1995 entlassen hatte, wechselte er zur ECW, wo er sein poliertes Gimmick zugunsten roher, ungeskripteter Anti-Autoritäts-Promos ablegte, die den Grundstein für seine zukünftige Identität legten. Als er als „The Ringmaster“ an der Seite von Ted DiBiase in die WWF kam, erkannte Austin schnell die Grenzen dieses Charakters. Er rasierte sich den Kopf kahl, trennte sich von DiBiase und benannte sich in „Stone Cold“ Steve Austin um. Sein Sieg beim King of the Ring 1996 und seine ikonische Krönungs-Promo „Austin 3:16“ machten ihn zu einem erbarmungslosen Antihelden.
Seine blutüberströmte Niederlage durch Aufgabe gegen Bret Hart bei WrestleMania 13 vollzog einen sogenannten Double-Turn, wodurch Austin zum beliebtesten Babyface der Branche wurde, während er seine aggressive Kante behielt. Während der Attitude Era entwickelte sich Austin zu einer globalen Ikone, fehdete mit Vince McMahon und stellte seinen In-Ring-Stil nach einer schweren Nackenverletzung auf einen intensiven Brawl um. Spätere Handlungsbögen sahen vor, dass er bei WrestleMania X-Seven zum Heel wurde, um sich mit McMahon zu verbünden, mit Triple H den „Two-Man Power Trip“ bildete und die Allianz während der Invasion anführte, bevor er 2003 aufgrund von Nackenproblemen zurücktrat. Nach seinem Rücktritt wechselte Austin reibungslos in Rollen als WWE General Manager, nahm Aufnahmen in die Hall of Fame (2009) vor, betätigte sich als Medienmoderator, kehrte für ein letztes Match gegen Kevin Owens bei WrestleMania 38 (2022) in den Ring zurück und widmete sich dem Offroad-Rennsport.
Sammlerstücke
Steve Austin bleibt eine gewaltige Kraft im Bereich Wrestling-Memorabilia und Sammlermedien. Die Einführung seines „Austin 3:16“-Shirts nach dem King of the Ring 1996 schuf ein popkulturelles Merchandising-Phänomen, das Rekordverkäufe für Wrestling-Artikel aufstellte. Im Bereich der Videospiel-Sammlerstücke diente Austin als offizieller Cover-Athlet für die spezielle „Austin 3:16 Collector's Edition“ von WWE '13 sowie für WWE 2K16, das einen eigenen 2K-Showcase-Modus bot, der seine gesamte Karrieregeschichte beleuchtete. Im Verlagswesen wurde seine Geschichte in eigenständigen Comic-Reihen wie WWF Chaos!
Comics: Stone Cold Steve Austin von 1999, den Graphic-Novel-Serien zur Attitude Era von BOOM! Studios, der 2024er Biografie FAME: Steve Austin: Cold as Stone von TidalWave Comics sowie in Büchern wie seiner Autobiografie The Stone Cold Truth und Austin 3:16 von ECW Press festgehalten. Austins Sammler-Präsenz expandierte 2026 durch ein offiziell lizenziertes Spieler-Skin-Paket in Epic Games' Fortnite in den digitalen Gaming-Crossover-Bereich, welches Fans klassische Ring-Outfit-Varianten und „What?“-Stile bot. Von physischen Publikationen bis hin zu digitaler Lizenzierung erfreut sich Austin-Merchandise bei Sammlern weiterhin einer extrem hohen Nachfrage.
Wissenswertes
• In den letzten zwei Wochen seiner USWA-Karriere trat Austin unter dem Spitznamen „Damn Good“ Steven Austin an, nachdem er ein Match in 18 Sekunden gewonnen hatte. • Ursprünglich hasste er den Ringnamen „Steve Austin“, weil er ihn mit der Titelfigur der 70er-Jahre-Fernsehserie Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann teilte.
• Austin verlor 1996 bei In Your House: Beware of Dog absichtlich ein „Caribbean Strap Match“ gegen Savio Vega, um seinen Manager Ted DiBiase loszuwerden. • 2005 wurden Austin und Bret „Hitman“ Hart gemeinsam für ihr Submission-Match bei WrestleMania 13 in den neu geschaffenen Wing der WWE Hall of Fame aufgenommen. • Austin nimmt unter seinem Banner Broken Skull Racing aktiv an UTV-Wüsten-Offroad-Rennen teil und fährt dabei einen kompressorgeladenen Kawasaki H2 UTV.

